Die Karamayken

Die Karamayken sind ein offenes und gastfreundliches Volk, das Geselligkeiten und Feste, Tanz und Musik von Herzen liebt. Die meisten von ihnen besitzen zwar ein gewisses Temperament, neigen jedoch dazu, Entscheidungen gut zu überdenken und sich damit Zeit zu lassen, bevor sie etwas überstürzen.
Der Karamayke ist stolz auf die ruhmreiche Vergangenheit seines Volkes und seiner Errungenschaften, fühlt sich manchmal gar anderen Völkern überlegen und erzählt gerne von den Helden und Persönlichkeiten, die sein Heimatland hervorgebracht hat.
Das Streben nach Wissen und Weisheit ist stark in den Karamayken verankert und man eifert den Tugenden und Idealbildern nach, die seit Jahrhunderten durch Philosophen und Dichtung in Karamaykos einen hohen Stellenwert besitzen, besungen und verehrt worden sind.
Man legt großen Wert auf die Bildung des Einzelnen, soweit es den Schichten möglich ist, und erhofft sich durch die Revolution in Philaidos, dass der Besuch von Schulen und Universitäten nun auch all jenen möglich sein wird, denen der Zugang zuvor versagt war. Ein Prozess, der jedoch mit Sicherheit noch einige Zeit beanspruchen wird.
Denn obwohl die Gleichheit angestrebt wird, gilt diese noch lange nicht so für alle, wie es der Gedanke tatsächlich nahelegen würde. Denn ein Sklave ist noch immer ein Sklave – ein Mensch ohne Rechte, weit davon entfernt, als Bürger anerkannt zu werden.
Der normale Karamayke besitzt kräftiges, dunkles Haar und dunkle Augen, während seine Haut einen olivfarbenen Ton besitzt. Lediglich die Bevölkerung Xardessias besitzt oftmals eine helle Hautfarbe, manchmal sogar helles Haar und Augen von grüner, blauer oder grauer Färbung.
Helles Haar gilt bei den Karamayken als Zeichen großer Schönheit, die von den Göttern verliehen worden ist. Ein sicherlich recht heidnisch anmutender Gedanke, der jedoch zeigt, wie stark der alte Glauben unter der Oberfläche noch in den Köpfen der Menschen verblieben ist.
Natürlich mischen sich mittlerweile auch die Marabeshiten in das Blut der Karamayken und viele Kinder zeigen die Merkmale des marabeshitischen Volkes – das Ergebnis der Vermischung der beiden Völker, die auf Dauer unvermeidlich ist.