Die Mondiénner

Wenn man sich die Mondiénner näher betrachtet, so liegt beinahe der Verdacht nahe, dass es sich um ein geteiltes Volk handeln muss. Die Unterschiede zwischen Adel und gemeinem Volk treten hier weitaus stärker zutage als anderswo.
Die adeligen und wohlhabenden Mondiénner sind ein arrogantes Volk, das andere gern von oben herab behandelt und damit seine Überlegenheit betont. Sie besitzen eine Schwäche für ungesunden Prunk, dicke Putten und Blattgold und man könnte behaupten, dass einige von ihnen wenig von Hygiene halten, was einen unangenehmen Duft in den Palästen und Villen Mondiénnes verursacht. Doch selbstverständlich gibt es wie stets Ausnahmen von der Regel und so hat das Land einige der tapfersten Männer und Frauen dieser Zeit hervorgebracht, deren edle Motive und guten Taten außer Frage stehen. Denn dies ist auch die Heimat der Musketiere, die es nicht nötig haben, sich unter gepuderten Perücken und betäubenden Parfumwolken zu verstecken.
Die gemeinen Mondiénner dagegen sind ein angenehmes und freundliches Volk, das man sehr lieb gewinnen kann, und das einen ruhigen Lebensstil pflegt.
Im Allgemeinen sagt man den mondiénner Männern gewisse Verführungskünste und den Frauen eine besonders große Schönheit nach, was an ihrer blassen Haut, ihrem zarten Körperbau und dem leuchtenden Haar sichtbar wird, wenn es nicht von einer Perücke bedeckt wird. Hier gibt es jegliche Haar- und Augenfarbe, wobei Kastanie ein klein wenig dominiert.
Bei der Kleidung sind viele Farben beliebt und man zeigt in Adelskreisen gerne ein tiefes Dekolleté und besitzt einen Hang zu goldenen und silbernen Stickereien.
Auch hierbei zeigt das einfache Volk andere Vorlieben. Männer bevorzugen hohe Stiefel und gefiederte Hüte und dramatisch wehende Umhänge, während sich die Frauen gerne in Mieder, weite Röcke und weiße Blusen kleiden.