Die Magie der Runen

Die Magie Norskåns ist ebenso tief in der Kultur dieses Volkes verwurzelt, wie ihre Sitten und Gebräuche, denn sie zieht ihre Energie aus dem Glauben an die alten Götter des Nordens und ihrer Macht.
Es ist keine Magie, die schnell gewirkt werden kann, denn sie bedarf einiger Rituale, bei denen die Macht und der Einflussbereich des jeweiligen Gottes angerufen werden. So zieht sich der Magier für gewöhnlich einmal am Tag an einen Ort zurück, an dem er ungestört ist und an dem er mit einem Gebet an den Gott beginnt, der für den gewünschten Effekt verantwortlich ist.
Während des Gebets wird ein Feuer entzündet, in dem ganz bestimmte Kräuter verbrannt werden, die einen dichten, duftenden Rauch entwickeln. Diese Kräuter versetzen den Magier in die Lage, mit der Macht der Gottheit in Kontakt zu treten und diese schließlich auf einen geweihten Gegenstand zu übertragen, den er bei sich trägt.
Dieser Gegenstand erhält während der Zeremonie die Rune des Gottes nach dem alten Runenalphabet der Götter, die der Magier dort entweder einritzt oder auf andere Art und Weise sichtbar macht. Dies kann geschehen, indem mit einem Messer in ein Holzstück geschnitzt wird, andere Magier bevorzugen Amulette oder Reifen aus weicheren Metallarten, in die sie die Runen ritzen können und die sie als Schmuck tragen.
Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, ist ein Teil der Macht der Gottheit durch die Rune in dem Gegenstand eingeschlossen und kann durch das laute Ausrufen ihres Namens entfesselt und in einen bestimmten Effekt umgewandelt werden. Die Rune schließlich, löst sich nach erfolgter Entladung der Magie auf und verschwindet spurlos von dem Gegenstand, ganz gleich ob sie nun eingebrannt, aufgemalt oder eingeritzt gewesen ist.
Auf diese Weise könnte die Anrufung von Yndir, der Göttin der Liebe und der Ehe und die Entfesselung ihrer Rune einen Liebeszauber wirken. Die Anrufung von Hydda, der Göttin des Wetters wiederum Regen verursachen oder ein Gewitter aufziehen lassen.
Der Gegenstand des Magiers kann dabei natürlich mehr als eine Rune tragen – je nach dem Fähigkeitsgrad des Magiers können dies durchaus bis zu 10 Runen sein, die entweder gleich oder unterschiedlich sind. Allerdings benötigt natürlich jede einzelne Rune ein kraft- und zeitraubendes Gebet.
Es gibt zudem auch permanente Runen, die jedoch nur von den stärksten Magiern der Norskåner gewebt werden können. Eine solche Rune, die Rune des Thardin, ist auf dem Degen Ragnars III. von Svånskar eingelassen worden und soll angeblich die Kraft seines Schwertarmes erhöhen.