Die Theorer

Das Volk der Theorer war schon seit jeher der Ordnung und der Tradition verbunden, was sich durch die Jahrhunderte durchgesetzt hat und dieses Volk zu wahrer Größe geführt hat. Dieser Hang zur Ordnung zeigt sich auch heute noch sehr stark in ihrer Bauweise, die immer akkurat und geometrisch anmutet und auch in ihrer Kunst, die sich momentan sehr stark von der in anderen Ländern gängigen Richtung abhebt und sich auf ihre Herkunft besinnt. So wertet man das Detail und die naturgetreue Darstellung aller Dinge als wichtiger als die persönliche Kreativität, was sehr viel über die Theorer auszusagen vermag.
Noch heute wird dieses Land von einem sehr starken Klassendenken dominiert und so gelten Priester und die Adeligen als wertvollere Menschen als die einfachen Bauern und Handwerker. Zwar hat sich dies durch die Jahrhunderte hindurch merklich abgeschwächt, doch ganz verloren gegangen ist diese Art des Denkens niemals.
Auch der Hang zu einem übermäßigen Totenkult lebt nun langsam wieder mit der Königin Tahirah auf, was wohl dazu führt, dass man die Theorer als seltsam und zu jenseitsverbunden ansieht. Es sollte nicht verwunderlich sein, wenn es bald wieder in Mode kommen wird, die Toten einzubalsamieren und ihnen gigantische Grabmäler zu bauen – nun, jedenfalls den wichtigen unter ihnen.
Außerdem erscheinen Theorer kühl, geheimnisvoll und mystisch, obgleich die Händler genauso geschwätzig sind wie andernorts und die Bauern zu sehr an ihr einfaches Leben gebunden sind, um sich zu verstellen.
Man liebt eine gewisse Symbolik und hat den Glauben an mystische Kräfte, die das Leben bestimmen, niemals verloren, was bei einem solch abergläubischen Volk nicht verwunderlich ist.
Der gewöhnliche Theorer besitzt meist schwarzes Haar, eine bronzefarbene, dunkle Haut und dunkle Augen, wobei sich die Frauen gerne auf geheimnisvolle Art die Augen schwarz umranden. Kräftige Farben sind bei diesem Volk ohnehin beliebt, ebenso wie der goldene Schmuck, der so wunderbar mit der dunklen Haut kontrastiert.
Momentan besinnt sich die Mode der Adeligen zurück auf die Zeit der Pharaonen, was wohl mit Tahirahs Herrschaft zu tun haben mag, doch die einfachen Menschen bevorzugen weiter eine Art der Mode, die jener der Marabeshiten bis auf wenige Einzelheiten ähnelt.