Die Magie der Sonne und des Mondes

Zwei Arten von Magie haben sich bei den Theorern herausgebildet, die sich grob in Sonnen- und Mondmagie einteilen lassen. Diese Einteilung resultiert, unschwer zu erkennen, noch immer aus dem Glauben an die alten Götter, die den Menschen die Magie gebracht haben sollen. In früheren Zeiten waren die Magier also Priester der Götter, die ihnen diese Magie geschenkt haben und galten als höhere, beinahe gottgleiche Wesen.
Doch obgleich sich auch hier mittlerweile der Glaube an Sarmadee durchgesetzt hat, huldigen die meisten Magier noch dem großen Sonnengott Asim und der Mondgöttin Layla wie in der Zeit der Pharaonen.
Dabei erstreckt sich die Sonnenmagie auf das Feld des Heilens und des Schützens, obgleich die Hitze der Sonne auch Schaden zufügen kann. Ein Magier, der die Kräfte der Sonne anruft, fühlt sich in der Nacht meist schwach, was sich auch auf seine magischen Kräfte auswirkt, die dann schlechter einzusetzen sind. Schließlich muss er die Kraft der Sonne nutzen, die auf ihn übergeht und ihn in ein helles, goldenes Strahlen einhüllt. Besonders wenn er heilt, geht dieses Strahlen dann auch auf den Kranken über, auf den er die Magie anwendet. Die Magie der Sonne kann jedoch auch blenden und hilflos machen. Wie stets ist sie ein zweischneidiges Schwert, das den Anwender erschöpft und auslaugt.
Die Mondmagie ist das Gegenteil der Sonnenmagie. Nur in der Nacht wirklich stark, kann sie die Dinge anders erscheinen lassen, als sie sind und den Schatten der Nacht lebendig machen, trügen, täuschen, jedoch auch verführen. Da Layla jedoch auch die Göttin des Totenreiches war, besitzt die Mondmagie noch ein zweites Gesicht, denn sie kann Tote für eine Weile lebendig machen und ermöglicht es, mit ihnen zu kommunizieren. Dieser Teil der Mondmagie ist allerdings in der jetzigen Zeit generell verpönt, da er die Ruhe der Toten stört. Früher war dies aber ausgesprochen beliebt und wurde von den Priesterinnen Laylas oft angewandt.
Auch die Mondmagie lässt den Anwender in einem hellen, silbernen Licht erstrahlen und was für die Sonne gilt, gilt auch für den Mond – das Tageslicht macht diese Magie schwach und die wiederholte Anwendung laugt den Magier sehr stark aus.
Früher war die Mondmagie den Frauen vorbehalten, während die Sonnenmagie den Männern überlassen blieb. Diese Präferenz ist bis heute geblieben, ist jedoch kein Muss – Tatsächlich können auch Frauen geboren werden, die Sonnenmagie besitzen. Diese gelten dann als im Zeichen des Asim geboren, während Mondmagier als im Zeichen der Layla geboren gelten. Oftmals gibt es dann noch andere Merkmale, die den Magier seinem Himmelskörper ähnlich erscheinen lassen.