Königin Maria Elena

Im Grunde könnte die Königin eine schöne Frau sein, würde sie sich, anstatt um die neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnisse, ein wenig mehr um ihr Äußeres sorgen und darauf achten, dass sich nicht ständig die Strähnen ihres schwarzen Haares aus ihren kunstvollen Frisuren lösen, um sich frei um ihr fein geschnittenes Gesicht zu verteilen.
Oftmals, wenn sie sich nicht beobachtet fühlt, sitzt dann noch ein Augenglas auf Maria Elenas Nase und lässt sie herzlich wenig königlich, wenn auch sehr sympathisch erscheinen. Die Heirat von König Rodrigo und Maria Elena war eine Liebesheirat ohne politische Motive, haben sich doch beide den gleichen Zielen verschrieben und können gemeinsam sehr viel erreichen.
Normalerweise ist die Königin eher ruhig und bedacht, was sich gut mit dem aufbrausenderen Temperament ihres Gemahls verträgt und dieses ein wenig abmildert, spricht man sie jedoch auf wissenschaftliche Angelegenheiten an, blitzen ihre dunklen Augen auf und sie kann stundenlang reden, erklären und sich völlig für dieses Thema begeistern.
Aber auch wenn es ihr die meisten nicht recht zutrauen, so kann die Königin doch ausgesprochen majestätisch wirken und besitzt dann eine Aura, die auch die schärfsten Kritiker verstummen lässt, wenn ihre befehlsgewohnte Stimme durch den Raum schneidet.
Es ist nicht das größte Glück für sie, Königin zu sein – dies ist gewiss, denn viel lieber würde sie als Forscherin Terra Edea die neusten Erkenntnisse gewähren. Aber trotzdem fügt sich Maria Elena in ihr Schicksal, auch wenn es nur Rodrigo zu Liebe ist, den sie aufrichtig und voller Hingabe liebt.
In letzter Zeit mehren sich die Gerüchte, dass die Königin schwanger ist und dem König einen Thronerben schenken wird, was man in Torego sehnsüchtig erwartet.