~ Über Terra Edea - Fünf Jahre später ~

a, seit fünf Jahren existiert diese Seite im WWW. Drei Gesichter hat sie in dieser Zeit getragen - anfangs das sternchenverseuchte Blau mit der roten Rose und der silbernen Schrift, danach sehr lange den Pergament / Sepialook - und nun geht es wieder zurück zu den Wurzeln mit dunklem Blau und Silberornamenten.
Jaja, drei Jahre sind eine lange Zeit - vier Jahre sind noch länger, denn der Lukrezia Roman geht auf das Jahr 2003, der Anfang sogar auf 2002 zurück - und in dieser Zeit ändert sich mehr, als nur die Optik.
Diese Welt war nie als Spielsetting für Rollenspiele gedacht - eine reine Romanwelt war sie und wäre es auch geblieben, wenn es damals keine größeren Umwälzungen in meinem Leben gegeben hätte. Doch dann wurde die Romanwelt doch noch zu einem Rollenspiel.
Terra Edea hat sich für lange Zeit einer großen Anhängerschaft erfreut - viele haben am Rollenspiel teilgenommen und die Welt zum Leben erweckt, die Community war immer lebhaft und sehr angenehm. Und das Interesse an der Welt war über all die Zeit sehr groß.
Doch wie es eben immer so kommt - die Alteingesessenen verlagern ihre Interessen und wandern wieder ab, Konflikte entstehen - und irgendwann ist eben die Luft raus und man darf entweder die Scherben auflesen und versuchen das Ding zu reparieren, oder man gibt einfach auf.
Im Falle von Terra Edea war also vorerst aufgeben angesagt - unter anderem auch deswegen, weil Mantel und Degen zwar viele Freunde hat, aber im Rollenspiel doch eher Elfen und Zwerge bevorzugt werden.
Das Aufgeben war gut und nötig. Alle Altlasten konnten verschwinden, die Welt konnte wieder gerade gerückt werden, bis sie schließlich frei genug war, um einen erneuten Versuch zu wagen. Dieser Versuch ist bisher geglückt - kein normales Rollenspiel mehr, sondern ein Erzählspiel, in dem Wert auf Stimmung, Schreiben und Lesen gelegt wird. Es ist um ein Vielfaches passender für eine Welt, die ihre Wurzeln in der Liebe zum Schreiben besitzt.
Und so ist Terra Edea heute wieder bei seinen Wurzeln angekommen - und es fühlt sich tatsächlich gut an. Ich habe das Gefühl, dass die Welt wieder frei für neue Geschichten ist und dass auch wieder eher die Motivation da ist, etwas dazu zu schreiben.
Für mich fühlt sich immer alles mit Fremdeinwirkung seltsam an - es ist ein Gefühl, als ob man in seinem eigenen Phantasiegebilde nicht mehr frei ist zu tun was man will. Und bis auf Anatolja, das von Anfang an als Markos Beitrag geplant war, ist alles andere eben fremd. Andere setzen Erwartungen in etwas, wollen ihre Vorstellungen gewahrt sehen und rebellieren dagegen, wenn es nicht so ist, wie sie sich das denken.
Und man geht selbst mit Hemmungen an die Sache heran, rührt nicht an Dingen, die nicht auf eigenen Ideen basieren und weiß nicht genau, ob man sich daran versuchen sollte oder nicht. Die Welt wird zu einem fremden Flickengebilde und ufert aus, wächst über den eigentlichen Sinn heraus.
Und ich möchte in meiner eigenen Welt - meiner Romanwelt, die für mich so persönlich geworden ist, nicht auf die Ideen anderer Rücksicht nehmen müssen. Dafür habe ich nicht all diese Seiten geschrieben und gelebt.
Ich möchte nach einem Streit keine Texte mehr entfernen müssen, keine Texte mehr umschreiben müssen - ich will, dass meine Welt eben genau das ist - meine Erfindung, mit der ich tun und lassen kann, was ich will.
Und genau dort ist Terra Edea nun wieder angekommen - sie ist wieder einfach Terra Edea, mit einigen Ländern mehr als ursprünglich, aber trotzdem mein Terra Edea, Lukrezias Welt, meine Welt. Und das wird sie von nun an auch bleiben.

<< Zur Übersicht