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Der Göttervater Marxus, Gemahl der Aura und Ursprung der anderen Götter, wurde vor Anbeginn der Zeit aus dem Regen geboren, der aus einem heulenden Sturm heraus die Erde Terra Edeas benetzte. Bekannt wurde er dafür, daß er gerne Kinder mit Sterblichen Frauen zeugte und Aura stets untreu war. Er wurde angebetet, wenn die Menschen um Regen und Wind baten und galt ansonsten als Schelm und Wanderer, der vielerlei Gestalt annahm. Aura, die Lichtgeborene, die stets eifersüchtige Gemahlin des Marxus wurde als Göttin des Morgenlichts und des Lebens verehrt, was ihr viele Anhänger einbrachte. Die schöne Aura galt zu ihrer Zeit als die schönste aller Göttinnen, bis sie Helione, die Göttin der Liebe und ihre Geschwister gebar. Sie wurde ebenfalls als die Göttin der Heilkunst verehrt, die den Menschen Linderung und Gesundheit brachte. Die Göttin der Liebe, Helione, war die erste Tochter des Marxus und der Aura. Der Mythologie zufolge wurde Helione geboren, als der erste Morgen auf die Wellen des großen Meeres fiel und sie zum leuchten brachte. Da tauchte sie aus dem Wasser auf und ward das schönste Wesen, daß die Welt jemals gesehen hatte. Helione wurde von Liebenden und Liebessuchenden verehrt und ihre Tempel litten niemals unter dem Mangel an Anhängern. Auch die Schönheit fiel in ihre Zuständigkeit und so kamen viele in ihren Tempel, die um Schönheit ersuchten. Aranis, die Göttin der Jagd war die zweite Tochter des Marxus und der
Aura. Sie brachte der Menschheit das Jagdglück und galt als wild und ungestüm.
Sie wurde erweckt, als der erste Jäger seine Beute erlegte und ihr Blut den
Boden des Waldes benetzte. Hekara, die dritte Tochter des Marxus und der Aura, entstand eines Tages aus einem Windhauch, der über die sonnenbeleuchtete Erde fuhr und wurde zur Göttin des Wissens und der Erleuchtung, die den Menschen die Künste des Lesens und des Schreibens brachte. Aus den Hekaratempeln wurden später die ersten Bibliotheken, in denen zuerst Schriftrollen, dann Bücher aufbewahrt wurden, später entstanden dann aus den ehemaligen Anhängern der Hekara heraus die erste Universität in Torego. Morius, ebenfalls ein Abkömmling der Aura und des Marxus, wurde als Gott des Schlafes und der Träume verehrt, der den Menschen nach ihrem anstrengenden Tagewerk die Ruhe brachte. Seine Gottesdienste fanden sehr oft in der Nacht statt und er wurde oftmals auch von jenen verehrt, die ihren Arbeiten nur in der Nacht nachgingen oder unehrenhaften Tätigkeiten frönten. Dies führte dazu, daß die Verehrung dieses Gottes eher mit Mißtrauen durchsetzt war. Araxis, Zwillingsbruder des Hamrion, wurde als Gott des Krieges verehrt,
der eine kurze aber heftige Affäre mit seiner eigenen Halbschwester, Helione
durchlebte, was seinen Bruder Hamrion, der die Schöne ebenfalls begehrte,
gegen ihn aufbrachte. Hamrion, der Gott des Feuers und der Schmiedekunst, aus den Flammen des
ersten Feuers geboren, sollte eigentlich das Werk seines Bruders
vervollkommnen, doch er wandte sich von ihm ab, als Araxis die schöne Helione
für sich gewann. Der Gott des Weines und der Feste, Bakiris, wurde besonders bei den fröhlicheren
Menschen verehrt und wurde in wüsten, weinseligen Feiern angerufen, um Freude
und Wohlstand zu schenken. Bakiris war ein gemütlicher Gott, der sich selten
um etwas anderes, als sein eigenes Wohlergehen kümmerte und oft in
Verkleidung auf Festen erschien, besonders die Gebiete in denen ein reger
Weinanbau betrieben wurde mit seinem Segen bedachte. Auch Amiradne, Göttin der Toten und der Unterwelt, die den Sterbenden mit
ihrem Licht erschien, um sie durch diesen dunklen Weg zu leiten und sie dann
nach Elysia oder das ewige Feuer der Verdammnis führte, war bei den Tiberern
eine sehr beliebte Gottheit. |