Erste Schritte (free for all)

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    • Erste Schritte (free for all)

      -Es dauerte nur fünf Tage auf See, und er hatte gelernt, warum die Seeleute in ihren Liedern vom Heimweg sangen


      Es waren lange Tage gewesen, schier endlos reihten sie sich aneinander, stets die gleiche Routine, Tag für Tag. Er hatte bereits nach dem Ersten Abend aufgehört seine Seele in die See zu spucken, damit war er deutlich besser als einige der Mitreisenden, doch schlecht genug das die Seeleute sich über ihn amüsiert hatten.

      Doch heute war es endlich soweit, mit dem Licht der untergehenden Sonne liefen sie in den Hafen von Porto di Fortuna ein. Selten hatte er sich so gefreut den abgestandenen Geruch von Seetang und Meer, von Wein und Zivilisation zu riechen wie in diesem Moment als er an der Reeling stand. Das sterbende Abendrot im Rücken und vor sich eine neue Welt. Darauf war er vorbereitet worden, daß war es was er immer hatte sehen wollen.

      Eine neue Geschichte begann, eine in der er der Held sein würde - auch wenn er keine Ahnung hatte wo er anfangen sollte. Aber das war alles Nebensache, wichtig war nur das er angekommen war. "Edea sei Dank" raunte er leise als er seinen Rucksack ergreifen konnte, seinen weiten schwarzen Umhang über die schultern werfend, damit den dunkelblauen, fast schon schwarz wirkenden Stoff verbergend. Er wollte nicht zu sehr auffallen. An seiner rechten Seite hing sein Rapier, sein treuer Freund seit nun mehr 10 Jahren. Dann schritt er langsam die Planke hinab und seine Füße betraten den festen Grund, ließen ihn für einige Schritte wie einen Betrunkenen wanken als er versuchte das Rollen des Schiffes auszugleichen, welches hinter ihm am Steg angelegt hatte.

      " Ein Glück das keiner meiner Freunde mich so sieht" murmelte er bevor seine Schritte wieder fester wurden, ruhiger und er seinen breitkrempigen Hut zurecht rückte um sich umzusehen wo er wohl einen Platz für die Nacht finden konnte. Vielleicht würde der nächste Morgen ja eine Gelegenheit bieten um sich umzuhören ob jemand hier die Frau gesehen hatte die er suchte.
      Ein Held tut nicht immer das, was schlau ist,
      sondern er versucht immer das zu tun,
      was richtig ist.

      - Bereks Sprichwörter aus 7th Sea.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Remy Boucher ()

    • - Wohin mit der Sehnsucht, wenn man kein Zuhause mehr hat?

      Die Seereise auf einem kleinen Handelsschiff namens "Alaina" hatte sich fast zwanzig Tage hingezogen, doch war Skadi die Meere und ihre Eigenheiten gewöhnt, sodass ihr die Zeit nicht lang geworden war. Sie hatte in einer kleinen Küstenstadt nahe Vinterby einen kleinen Teil ihrer gestohlenen Felle verkauft, und konnte sich so eine Kajüte auf dem Handelsschiff leisten.

      Wäre da nicht der Wundbrand der tiefen Wunden auf ihrem Rücken gewesen, so hätte sie die Überfahrt wahrscheinlich sehr genossen.

      Der Kapitän, ein alter Seebär, der wohl von den Smaragdinseln kam, hatte auch schon bald ihr Talent bei der Schiffsarbeit entdeckt und sie eingespannt, sodass sie einen Teil ihrer Fahrkosten wieder zurück verdiente. Er lies die junge Norse gerne bei der Wacht helfen und auch ihre erstmals noch sehr zurückhaltenden Ratschläge bei der Navigation nach Sternen lernte er bald zu lieben. Er versuchte sie dennoch nicht zu hart ran zu nehmen, denn ihr fiebriger Blick verriet ihm, dass sie nicht belastbar war.

      Und doch, mit dem Einlaufen nach Porto di Fortuna nahte der Abschied. Skadi war keine Frau der großen Reden, so belies sie den Abschied bei ein paar knappen Worten, ehe sie ihre Kajüte räumte.

      Die "Alaina" lief zeitgleich mit einem Schiff aus Mondienne ein, Skadi beobachte das Treiben auf beiden Schiffen, lies ihren Blick erst über die Manschaft ihres Schiffes, dann über die Mannschaft des anderen Schiffes schweifen und kämpfte kurz die Sehnsucht in ihrem Herzen nieder. Wie lange hatte sie nun gedient? Würde sie je wieder auf einem Schiff dienen? Nein, es war jetzt der falsche Zeitpunkt, darüber nachzudennken, denn ein neues Leben lag vor ihr.

      Kaum waren die Planken angelegt, verlies Skadi mit federnd leichten Schritten das Schiff um der Mannschaft beim Löschen der Ladung nicht im Weg zu sein. Mit einem kurzen Lächeln sah sie dann den Fremden, der das Schiff aus Mondienne wankend verließ.
      Am Ende der Planke war sie ihren Seesack an Land und drehte sich nochmals zum Seemannsgruß um, der von einigen Matrosen erwidert wurde.

      "So... wohin nun als erstes? Wohl in die Offizien des Hafenmeisters, er wird mir hoffentlich Auskunft über die Stadt geben können... oder doch in die erstbeste Hafenkneipe?" murmelte Skadi vor sich hin.
      Var det ikke for mørket,
      så visste vi ikke om sternene.

      (Gäbe es das Dunkel nicht,
      wüssten wir nicht von den Sternen.
      )
      :stern:
    • So stand er dort, in Kleidung die so zivil war das es ihm fast schon weh tat und ohne einen Plan wie es weiter gehen sollte. Da war er schon mitte Zwanzig und doch kam er sich für einen Moment so unbeholfen vor wie ein kleines Kind.

      Doch eigentlich hinkte auch dieser Vergleich, war er als Kind doch weitaus schneller in der Auffassung gewesen. Doch hier war alles anders, alles irgendwie sauberer, größer und fremdartiger. So drehte der fast zwei Meter große Mann sich einmal um seine eigene Achse, sich schnell einen Überblick über den Pier und alle weiteren Dinge verschaffend.

      Für einen Moment blieb sein Blick auf einem jungen Seefahrer hängen welcher fast genauso Ratlos aussah wie er selbst. "Wenigstens bin ich nicht der einzige Depp der nicht weiß wo hier was ist. " Murmelte er vor sich hin während er überlegte ob er sich gleich eine Unterkunft suchen sollte oder ob er bereits jetzt mit seiner Aufgabe beginnen sollte. Beides hatte seinen Reiz. Ein schöner Wein und ein gutes Essen, hoffentlich besseres Essen als an Bord seines Schiffes klangen schon sehr verlockend. Doch wo sollte er sowohl gutes Essen als auch ein sauberes Bett finden? Also blieb wohl nur eins. Langsam schob er seinen Hut zurecht und machte sich dann auf den Weg zum Hafenmeister.

      Wer ihn beobachtete würde wohl feststellen das der Hühne trotz seiner ersten ungelenken Schritte eine seltsame Anmut an den Tag legte, ähnlich einem Panther, eine katzenhafte Geschmeidigkeit zeichnete seine Schritte aus. So ausgezehrt er wirken mochte, mit seinem dreitage Bart im Gesicht, den etwas eingefallen wirkenden Wangen und den klaren grünen Augen mit den leichten Augenringen, so geschmeidig waren seine Bewegungen, verrieten den Schwertkämpfer oder den Athleten.

      Die smargdenen Augen wanderten hin und her, verfiehlen in das Muster des Schurken, der er einst gewesen war, hielten Wacht vor den Langfingern und den Pressgängern. Er hatte keine Lust auf einem Schiff aufzuwachen das irgendwohin segelte wo er nicht hin wollte.
      Ein Held tut nicht immer das, was schlau ist,
      sondern er versucht immer das zu tun,
      was richtig ist.

      - Bereks Sprichwörter aus 7th Sea.
    • Skadi lies es ein wenig ruhiger angehen, schon nach den ersten paar Metern stellte sie ihren Seesack nochmals auf den Boden und streckte sich nochmals. Das Brennen und die Schmerzen an ihrem Rücken machten sie schier wahnsinnig - nicht zu vergessen die Schmach, die immer noch viel zu präsent war. Abwartend blickte sie dem anderen Unbekannten nach. Nun, da er an Land war, musste Skadi neidlos gestehen bewegte er sich nicht mehr wie der letzte Depp. Naja, Landratte eben.

      Die junge Frau straffte ihre Schultern und versuchte den Schmerz vorerst zur Seite zu schieben, genauso wie die Erinnerung an den Tanz der neunschwänzigen. Sie schloss die Augen kurz und atmete tief ein und aus, wiederholte dies einige Male und nahm schließlich ihren Seesack wieder auf.

      Im Grunde waren alle Häfen fast gleich - zumindest die, die Skadi mit der Vatten angelaufen hatte. Das betriebsamste Eck war jenes, in welchem man den Hafenmeister - oder noch besser die gewünschten Informationen finden konnte.
      Bewundernd stellte sie fest, wie geregelt hier alles vor sich ging, anders als sie es bisher gekannt hatte. Sie stolzierte an einer Gruppe arbeitsuchender Matrosen vorbei, nickte ihnen kurz zu und wandte sich hin zu den Ständen, die hier vereinzelt standen. All das fing ihr Interesse nur kurz, eher hörte sie sich unauffällig um, oftmals waren die Gerüchte des Hafens nützlich, auch für Fremde.

      Erst ein Reisender, der sie versehentlich anrempelte, riss sie aus ihren Beobachtungen. Scharf sog sie die Luft ein, beinahe ließ sie ihren Seesack fallen. Schon hatte sie gedankenverloren die Hand gegen jenen Mann erhoben, hielt aber noch rechtzeitig inne und fasste sich wieder. Sie blickte zu Boden, sah nur die Stiefel des Fremden, wusste nicht, was sie sagen sollte.
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    • Auch Remy hatte nichts besseres zu tun
      als sich ganz im Fluss der Menge treiben zu lassen, Worten zu
      lauschen und begehrliche Blicke zu den Waren der Händler zu werfen
      bis plötzlich seine Wanderung unsanft Unterbrochen wurde. Jemand
      hatte sich irgendwie unter seinem Blickfeld hindurch geschoben und
      ihn an gerempelt.

      Der erste Reflex war es zu seinem
      Rapier zu greifen um sich zur Not verteidigen zu können und doch
      zauderte er, unterdrückte die Jahrelang angelernten Reflexe indem er
      die Hand langsam zu einer Faust ballte und tief durch Atmete während
      sein Verstand raste.

      War ihm jetzt schon jemand auf die
      Schliche gekommen? Hatten sie Späher am Hafen gehabt? Hatte man ihm
      so deutlich angesehen woher er kam? Wie war das möglich? Woher
      konnten sie es gewusst haben? Gab es einen Verräter in ihren Reihen?
      Dann glitt sein Blick nach unten und er stellte fest das er die
      Gestalt schon einmal gesehen hatte. Der Junge der von dem anderen
      Schiff gekommen war.

      „Excusez moi – ah verdammt. Scusi!“
      stammelte er während seine Gedanken versuchten unter den der
      Sprachen die er kannte das richtige Wort zu finden während ein
      verlegenes Lächeln sich auf seine Lippen zauberte, ihn jünger
      wirken lies als er war. Eine Strähne hatte sich unter dem streng
      zurück gebundenen Haar unter dem Hut gelöst und hing ihm jetzt quer
      über das Gesicht was ihn veranlasste etwas genervt zu schnauben, und
      nur zur Folge hatte das sie kurz nach oben schwebte, und wieder sank
      um ihn an der Nase zu kitzeln.
      Ein Held tut nicht immer das, was schlau ist,
      sondern er versucht immer das zu tun,
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      - Bereks Sprichwörter aus 7th Sea.
    • "Unnskyld! Sagt man da, wo ich herkomme." fast knurrte Skadi die Worte. Trotz allem beherrschte sie Terano recht sicher, doch ihr kaum versteckter, doch sehr harter Dialekt verriet gleich, dass sie wie soviele hier im Hafen nicht aus dieser Stadt stammte.

      Noch immer sah Skadi zu Boden, fast als wollte sie nicht, dass man ihr Gesicht sieht, sie erkennt. Es war auch gut so, denn wieder zuckte eine Woge des Schmerzes über ihren Rücken und sie war sich sicher, dass sie beim Abnehmen ihrer engen Weste heute noch ein nicht freudiges Wunder erleben würde. Aber das war jetzt Nebensache. Konnte dieser... dieser... dieser Kerl denn nicht aufpassen, wohin er ging? Was wagte er eigentlich ihren Weg zu kreuzen?

      "Ich nehme euere Entschuldigung allerdings gerne an." fuhr sie immer noch leise und überlegend fort.
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    • „Na, da bin ich ja froh, immerhin wart ihr es der in mich gelaufen ist.“ *stellte er ruhig fest, seine eh schon dunkle Stimme hatte bei den Worten noch etwas mehr Klangfarbe bekommen, einen seltsamen Unterton, der von einem gewissen Maß an Selbstsicherheit sprach. Doch dann besann er sich wieder wo er war und das es wohl nicht so klug war bereits nach wenigen Minuten in einer neuen Stadt eine Schlägerei anzufangen.

      „Könnt ihr mir sagen wo ich den Hafenmeister finde?“ wechselte er dann das Thema, seine Blicke noch immer hin und her wandern lassend, den jungen Mann vor sich nicht
      mehr beobachtend als nötig. Es schien fast so als ob er erwarten würde das nach dem Manöver jemand kommen würde um seinen Beutel zu schneiden.
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    • "Dass ich nicht zu lachen beginne. Ich? In Euch gelaufen?" schnappte Skadi und blickte das erste Mal auf um den Fremden mit ihren fiebrig glänzenden Augen zu fixieren. Sie ließ sich von dem Auftreten des Mannes in keinster Weise verunsichern, im Gegenteil, stachelte er sie durch seine scheinbar überhebliche Art doch immer mehr an. Sie war unter Nordmännern aufgewachsen, sie wusste, was es hieß sich seiner Haut zu wehren - und sie würde dies nötigenfalles auch tun.

      "Wärt Ihr nicht so damit beschäftigt gewesen, mich über den Haufen zu rennen, wäre Euch die kleine blaue Tür am Anfang der Gasse bestimmt aufgefallen. Zumindest unterstelle ich Euch trotz allem ein gutes Augenlicht. Dort ist das Büro, das ihr sucht. Eventuell zumindest." fuhr die junge Norse fort und trat einen Schritt zurück, weg von dem Mann, damit sie ihn besser in Augenschein nehmen konnte. Seine Stiefel hatte sie ja nun lang genug angesehen.

      Vorsichtig setzte sie Ihren Seesack ab, ohne ihn allerdings los zu lassen.
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    • Er konnte die Spannung förmlich spüren, konnte sehen wie sich der Körper des jungen Mannes ihm gegenüber straffte, bereit machte um sich mit Gewalt recht zu holen wenn nötig. Seine sanften warmen Smaragde fixierten die Augen des anderen, musterten und schätzten ab während er überlegte was er machen sollte, dann jedoch verzogen sich die fein geschwungenen Lippen zu einem ehrlichen lächeln bevor er sprach.

      " Da mögt ihr recht haben Freund, wenn ich das recht sehe haben wir beide jetzt drei Möglichkeiten. Erstens" dabei legte er sanft eine Hand auf die Schulter des anderen während er ihn weiterhin mit seinen Augen fixierte. " Wir beharren auf unserem Recht und früher oder später werden wir uns schlagen, ob mit Stahl oder den Fäusten ist egal, aber wir werden es tun. Oder wir wählen zweitens, wir gehen zum Hafenmeister, ich kann ihn fragen was ich ihn fragen wollte und wir können ihn dabei auch nach einem Medikus für dich fragen und danach lassen wir dich behandeln bevor wir zusammen einen Wein trinken und darüber lachen. Drittens, wir gehen jetzt jeder seines Weges und vergessen die leidige Geschichte. Also Freund, was ist dein Weg?"

      Seine warme Stimme war deutlich weicher geworden, verschwunden war die härte des Kämpfers, und zurück war nur die Stimme eines jungen Mannes geblieben der genauso Fremd hier war wie sein Gegenüber und keine Lust hatte sich zu schlagen. Seine Stimme war schon immer eine seiner Qualitäten gewesen, es gab nichts das man nicht mit der richtigen Stimmlage vermitteln konnte und nichts was so gut von den Händen ablenken konnte wie ein ehrliches Gesicht und eine warme Stimme.
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    • Skadi zuckte zurück und wäre beinahe über ihr abgestelltes Gepäck gestolpert, als der Fremde ihr die Hand auf die Schulter legte. Er hatte damit eine Grenze überschritten, die sie sonst nur wenigen Leuten erlaubte zu missachten. Sie warf ihm noch einen wilden Blick zu, ehe sie sich versuchte zu fangen.

      "Ganz ruhig Skadi Stjerneven... ganz ruhig... der Kerl sieht nicht aus als würde er dir etwas antun wollen... beruhige dich. Es wäre eine Schande, würdest du gleich nach wenigen Minuten in der neuen Stadt eine handfeste Schlägerei vom Zaun brechen." dachte Skadi und fuhr sich mit der linken Hand über das Gesicht, ehe sie erst einen Schritt zurück tat und sich dann an den Fremden wandte.

      "Warum seid Ihr der Meinung, mich zu einem Medikus bringen zu müssen." anstatt der gerade zurechtgelegten freundlichen Worte, schleuderte sie dem armen Fremden gleich kurzangebunden diese Frage an den Kopf.
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    • "Nun, das hat mehrere Gründe. Der Erste wäre euer Zucken als ich euch berührt habe, der Zweite wäre der fiebrige Glanz in euren Augen, der mich darauf schließen lässt das es euch nicht gut geht, dann wären da noch eure schnappende Art die meist bei Menschen mit schmerzen Auftritt und die Art wie ihr euer Gesicht verzogen habt als ihr vorhin euren Seesack abgestellt habt Mon Ami."

      Es war seltsam, die warme, weiche Stimme schien keinerlei Boshaftigkeit auszustrahlen, sich weich und geschmeidig wie Seide in das Ohr zu legen während er sein Gegenüber ansah, und doch, ganz leicht verschob sich sein Umhang als er seine rechte Schulter etwas senkte, den Griff des Rapiers damit verbergend während er sein Gegenüber anlächelte. " ich denke wir sollten euch einen Medikus suchen, nur um sicher zu gehen das es euch gut geht mh? Oder wollt ihr das ich laut schreie das ich denke ihr hättet etwas ansteckendes und der ganze Hafen abgeriegelt wird? "

      Kurz blitzten seine Augen auf, schalk saß in seinem Nacken und zugleich meinte er es todernst. Er hatte kein Interesse das eine Seuche in einer Stadt ausbrach, trotz der heiklen Mission die er hatte war er noch immer ein Musketier, ein vertreter des Volkes, und auch wenn das hier nicht seine Heimat war, so hatte er kein Interesse das ein Volk litt.
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      - Bereks Sprichwörter aus 7th Sea.
    • Mayyasah hatte sich eine freie Ecke am Hafen erobert zwischen all den anderen Ständen und verkaufte hier ihre Glücksbringer. Hier am Hafen war immer etwas los, sodass sie von ihrem Erlös, wenn auch knapp, so doch leben konnte.
      Inmitten der Händler fühlte sie sich einigermaßen sicher, waren doch die potentiellen Kunden ausreichend beschäftigt und abgelenkt durch das Angebot der verschiedensten Dinge, als das sie auf jeden einzelnen Händler achteten. Allerdings war diese Sicherheit trügerisch, Mayyasah war sich sehr klar darüber, wie schnell sie sich mit ihrer Stimme verraten konnte.
      Bei jedem Gespräch musste sie sich immer wieder daran erinnern, möglichst tief zu sprechen, was zur Folge hatte, dass sie mehr als kurz angebunden jedem möglichen Kundengegenüber war. Das war natürlich nicht gerade verkaufsfördernd, aber die Gefahr aufzufliegen und zurück zu meinem Onkel zu müssen war zu groß. Zur Vorsicht schmierte sie sich auch jeden Morgen etwas Dreck ins Gesicht, damit nicht auffiel, wie jung und zart ihre Haut eigentlich war.

      Mayyasah fehlte ihre Freundin, mit ihr hätte sie bestimmt viel Spaß gehabt. Ihr fehlte so sehr jemand, mit dem sie reden konnte. Manchmal hatte sie das Gefühl verrückt zu werden, weil sie niemanden hatte, mit dem sie sich unterhalten oder Spaß haben konnte. Niemanden zum 'in Arm nehmen', niemanden, der sie tröstete, wenn sie Heimweh hatte.

      Immerhin hatte sie hier am Hafen genug zu gucken, kamen doch täglich die verschiedensten Menschen an. Das ersetzte zwar nicht die fehlenden Gespräche, aber half doch gegen ihr Heimweh.
      Plötzlich hörte sie ganz in ihrer Nähe etwas lautere und erregte Stimmen, sie hatte gar nicht mitbekommen, was passiert war – anscheinend hatte sie mal wieder geträumt.
      Nun aber beobachtete sie aufmerksam und neugierig die beiden Männer, die sich gegenüber standen.
      Wenn sie das richtig verstanden hatte, war einer von beiden dem anderen wohl in die Quere gekommen. Allerdings schien der rothaarigere verärgerter zu sein, als der andere. Es war sehr interessant die beiden unterschiedlichen Männer zu vergleichen. Der rothaarige schien unter Spannung zu stehen, während sein Gegenüber sich sichtlich entspannt hatte. Der dunkelhaarige hatte eine sehr angenehme Stimme, von der Mayyasah sehr beeindruckt war.
      Sie liebte so kleine Streitigkeiten zu beobachten, sie fühlte sich dann gleich ein wenig lebendiger. Es war wirklich schwer ganz allein zu sein und sich nicht einfach unterhalten zu können.
    • Langsam und verwundert zog Skadi die fein geschwungenen Augenbrauen hoch und blickte den Fremden funkelnd an. Versuchte er ihr damit ernsthaft ihr zu drohen? Trotz seiner scheinbar freundlichen Stimme... kurzzeitig drohten Skadis Gefühle überzubrodeln, ja kurzzeitig spannte sie sich nochmals an, fast so als würde sie ihn anspringen wollen. Dann besann sie sich allerdings eines Besseren und drehte sich kurz um die eigene Achse und blickte sich um.

      Sie musste sich nun also ihre Schwäche eingestehen und das widerstrebte ihr - als sie noch als Njörd Einnarson auf der Vatten gedient hatte, gab es soetwas nicht.

      "Nur damit ich hier keinen Ärger bekomme... nicht um Euch die Genugtuung zu geben, dass Ihr im Recht seit..." setzte Skadi knurrend und widerstrebend an. Es fiehl ihr sichtlich schwer ein wenig Ruhe zu bewahren, man merkte ihr an, dass sie sich bisher unter anderne Umständen behauptet hatte.

      Nochmals blickte Skadi sich um. Dieses mal funkelte eine leise Hilflosigkeit in ihrem Blick mit - es gefiel ihr nicht mit einem fremden Mann gemeinsame Sache zu machen - auch wenn es nur um die Hafenmeisterei oder einen Medikus ging.
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    • Remy ließ ebenfalls den Blick schweifen während Skadi ihn anfunkelte, nur um dann wie beiläufig in die Knie gehend um eine der Kastanien die vor seine Füße rollten aufzuheben. Irgendwo rechts von ihnen schimpfte ein Händler weil einem Arbeiter ein Sack voll gerissen war und so rollten mehrere der braunen Kugeln über den Boden. Einen langen Momnt blickte er Skadi an ehe er leicht nickte, nur um dann plötzlich nach oben und um die eigene Achse zu schnellen, die Kraft die sich durch die verdrehung des ganzen Körpers aufbaute auf seine Hand übertragend während diese Vorschoss, die Kastanie direkt auf einen jungen etwas schmuddelig wirkenden Händler zu schießen lassend. Die Kastanie schien direkt auf Mayyasah zu zu schießen, nur um dann leicht nach links abzusacken und direkt hinter ihr hart aufzuschlagen was von einem "AU!" quittiert wurde als die Kastanie einem jungen Beutelschneider mit einem Messer in der Hand an den Kopf knallte.

      "Wenn du schon Beutel schneidest dann mach es so das dich keiner erwischt Bursche!" war alles was Remy dazu sagte bevor er Skadi ansah* Man nennt mich Remy mein Freund, hast du auch einen Namen den wir dem Medikus nennen können wenn wir denn einen Finden?
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    • Mayyasah beobachtete weiterhin fasziniert die beiden Männer, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein und ohne, dass sie hätte erklären können, warum sie so interessiert war. Davon mal abgesehen, dass sie einfach ein großes Bedürfnis hatte, an allen möglichen Ereignissen in dieser Form teilzuhaben.
      Wäre ihr allerdings klar gewesen, dass sie die beiden fast ununterbrochen anstarrte, wäre ihr das mehr als peinlich.

      Nun beobachtete sie, wie der dunkelhaarige Mann sich bückte und eine Kastanie aufhob, von denen mehrere auf dem Boden rollte. Während Mayyasah sich noch fragte, was er damit wohl vorhatte, machte er eine schnelle Bewegung und warf die Kastanie direkt in ihre Richtung. Ohne, dass sie auch nur den Hauch einer Chance hatte, in irgendeiner Form zu reagieren flog die Kastanie knapp an ihrem Kopf vorbei und landete dann deutlich hörbar hinter ihr.
      Fast zeitgleich hörte sie ein schmerzhaft ausgestoßenen Schrei hinter sich. Schnell drehte sie sich um und sah einen Beutelschneider, der auch schon mit einer Hand am Kopf das Weite suchte, während der Werfer ihm noch ein paar Worte hinterher rief.

      Fassungslos und wie erstarrt starrte sie den dunkelhaarigen Mann an, so erschrocken war sie über die Schnelligkeit, mit der er sich bewegt hatte. Außerdem war sie überzeugt gewesen, dass er hatte es auf sie abgesehen hatte. Mayyasah war bewusst, dass sie sich nicht gerade männlich verhielt, eher wie ein verschrecktes Kaninchen, aber sie schaffte es nur schwer, sich wieder zu beruhigen.

      Glücklicherweise schien er sie selbst gar nicht wahr genommen zu haben, was sie sehr beruhigte. Einmal mehr bedauerte sie, dass sie sich nicht einfach an dem Gespräch beteiligen konnte, aber die Angst, sich durch ihre Stimme zu verraten, war einfach zu groß.
      Obwohl sie den beiden sogar helfen könnte, denn wenn sie es richtig verstanden hatte, suchten sie einen Medikus. Sie überlegte, wer von ihnen beiden wohl den Medikus brauchte und schaute sich noch mal intensiver die beiden an. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass der Mann, der die Kastanie geworfen hatte krank war, dazu hatte er sich einfach zu schnell und elegant bewegt.
      Blieb also der rothaarige. Leider konnte Mayyasah demjenigen nicht ins Gesicht sehen und er bewegte sich auch gerade kaum. Trotzdem war sie sicher, dass es um ihn ging.

      Hin und her gerissen überlegte sie, ob sie es wagen konnte, die beiden anzusprechen. Vorsichtig und leise räusperte sie sich.
    • Nicht nur Mayyasah sah Remy für einen Moment fassungslos an. Die schnelle Bewegung hatte Skadi nochmals einige Schritte zurücktaumeln und instinktiv in Abwerposition gehen lassen. Dass der Fremde es allerdings nicht auf sie abgesehen hatte... nun, das überraschte sie. Und gleichzeitig musste sie kurz lächeln und zugeben, dass ihr die Geste ein wenig imponierte.

      Nur ein paar Augenblicke sah Skadi dem jungen Taschendieb nach, wie er in der Menge verschwand und sie fühlte den Blick des jungen Händlers auf sich und dem Fremden ruhen. Noch jemand, der auf sie aufmerksam geworden war - es ging ja wirklich großartig los hier.

      "Njö... äh... Stjerneven... Skadi Stjerneven." murmelte Skadi fast automatisch und drehte sich wieder Remy zu.
      "Und meinen Glückwunsch. Selbst die Kanoniere auf der Vatten oder der Asa könnten nicht genauer zielen." grinste sie kurz und hielt ihm die Hand hin. Doch noch ehe Remy sie schütteln konnte, hörte Skadi ein leises Räuspern hinter sich und drehte sich auf der Stelle um, um Mayyasah mit ihren rebraunen Augen anzusehen - und wieder was sie da... die Vorsicht und ein gewissen Misstrauen.
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    • Remy blickte etwas irritiert drein als er den Namen Skadi hörte, gerade als er etwas sagen wollte hörte er das leise Husten und seine smaragdenen Seelenspiegel legten sich auf den jungen Händler der sich ihnen genähert hatte. Es schien fast so als ob er etwas irritiert wäre und nicht genau wüsste wem er zuerst seine Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen sollte.
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    • Mayyasahs Räuspern war offensichtlich doch nicht so leise und unauffällig geraten, wie sie es erhofft hatte.
      Denn unmittelbar danach drehte sich Skadi schlagartig nach ihr um und sah sie an. Mayyasah erkannte das Misstrauen, das sich in deren Augen zeigte und durch die plötzliche Reaktion zuckte sie erschrocken zurück.Inzwischen hatte sie auch die Aufmerksamkeit Remys.
      So hatte sie sich das eigentlich nicht vorgestellt und guckte beide abwechselnd leicht hilflos an. Allerdings war ihr klar, dass sie jetzt schlecht gar nicht reagieren und nichts sagen konnte, das wäre ja noch auffälliger.
      Also versuchte sie erstens nicht so zittrig zu sprechen, wie sie sich fühlte und zweitens ihre Stimme möglichst tief zu halten. Sie richtete sich etwas auf, atmete tief ein und brummte „Ihr sucht einen Medikus?“
    • Remys Irritation ob ihres Namens ließ Skadi gleich nochmals ein leicht belustigtes Lächeln über die schmalen Lippen huschen. Seit ihrem Aufbruch in Vinterby war er nicht der erste, der sie wohl für jemand ganz anderen gehalten hatte - und trotz des Ärgers, den der Kerl bei ihr schon in kurzer Zeit verursacht hatte, amüsierte Skadi das sehr. Doch verbannte sie das Lächeln sogleich wieder und blickte dem jungen Händler entgegen.

      Fast konnte sie seine Hilflosigkeit mit Händen greifen, und wurde sich dann auch gewahr, dass ihr harsches Auftreten daran nicht umbedingt unschuldig war. Aber sie konnte nunmal nicht aus ihrer Haut, der Schrecken von Verrat saß ihr immer noch viel zu tief in den Knochen - und der Geschmack von Enttäuschung lag noch viel zu stark auf ihrer Zunge.

      "Oh sehr schön - einen Herrn Remy und einen unbekannten jungen Burschen... und das nach noch nicht mal einem Sonnenumlauf... Oh Skadi, das mit dem neuen Leben in der Fremde hast du dir doch eigentlich ganz anders vorgestellt. Ruhig und vielleicht nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit... du bist nicht mehr Njörd Einnarson... du kannst dich nun auch ruhig zurücknehmen." sprach eine ganz leiste Stimme in Skadis Gedanken - aber auf der anderen Seite... so war sie nunmal, so hatte sie bisher gelebt - laut und aufbrausend... warum sollte sie das nun hier ändern?

      "Suchen würde ich nun nicht umbedingt sagen - ich glaube allerdings, unser Freund hier..." Skadi zeigte mit dem Daumen hinter sich, wo sie Remy vermutete "... wird darauf bestehen, weil er Angst hat, ich könnte die schwarzes Fieber, die Plattern oder ähnliches mit in die Stadt bringen. Auch wenn ich versichere, dass dem ganz und gar nicht so ist." grinste Skadi nun ein bisschen schelmisch und hoffte, sie könnte Mayyasah damit ein wenig der Unsicherheit nehmen.
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      )
      :stern:
    • Remy konnte mit dem Namen einfach nichts Anfangen. Wenn man ihn so sah, in der etwas besseren Kleidung die er Trug, war er zwar sicher kein Adeliger und ganz sicher keiner von denen der dachte Wein würde in Flaschen an Bäumen wachsen, aber er war auch nicht so Weltgewannt wie er gerne wäre. So hatte er einfach keine Ahnung ob Skadi männlich oder weiblich war und so blickte auch er vollkommen ruhig, mit einem leicht schiefen lächeln auf den Lippen dem jungen Händler entgegen.

      "scheinbar geht hier was um, so viel wie sich hier geräuspert und geraunt wird" Murmelte er leise in seinen Bart ehe er wieder Strahlte
      " Ja ein Medikus für meinen Freund hier wäre sicher ein guter Anfang, ich habe das Gefühl es geht ihm nicht so sonderlich gut und um seiner und meiner Seelenwillen wäre es schön wenn ihr uns den Weg zeigen könntet"
      Ein Held tut nicht immer das, was schlau ist,
      sondern er versucht immer das zu tun,
      was richtig ist.

      - Bereks Sprichwörter aus 7th Sea.