Das Lager der Wüstenreiter

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    • Das Lager der Wüstenreiter

      Das Lager der Wüstenreiter.

      Schon als sie mit ihren drei Pferden vor dem Eingang zu dem Tal lagen, in dem die Wüstenreiter lagerten, nahm Chamaat den Geruch wahr. Diesen typischen Geruch nach Pferden, frisch geräuchertem Fleisch, den Zelten. Eben diesen typischen Geruch des Wüstenreiterlagers. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Ihr Blick wanderte zu ihren beiden ungleichen Begleiterinnen. Vor allem an Sahira blieb ihr Blick einige Momente hängen. Noch ein potentieller Gefahrenfaktor, denn auch diese wusste nun, wer sie wirklich war. Und Indil.. inzwischen musste auch er wieder im Lager sein. Erneut schlug ihr Herz, diesmal freudiger, nur um sie sodann an den traurigen Gedanken zu erinnern, das sie Indil nicht lieben DURFTE. Sie war Nebaare, Sohn des Amad bin Nazir-Areth. In dieser Rolle war sie ins Lager gekommen, in dieser Rolle hatte sie gelebt und Mathur erhalten und in dieser Rolle war sie ein Wüstenreiter geworden. Was würde aus ihr werden, wenn sie nicht mehr Nebaare war?
      Sie wusste noch immer nicht, ob Indil oder Amad Bahir aufgeklärt hatten oder was sie vorgebracht hatten, wieso Nebaare fort gegangen war. Diese ganzen Faktoren der Unsicherheit bewirkten, das sie am liebsten Mathur gewendet hätte, um davonzureiten und ein weiteres Mal das geliebte Wüstenleben hinter sich zu lassen.

      Mathur hatte bereits die anderen Pferde gewittert und tänzelte erregt unter ihr. "Dann wollen wir mal." meinte sie zu den beiden Frauen und hob den Kopf. Egal was sie nun erwartete - sie würde erhobenen Hauptes in das Lager reiten. Und wenn Bahir wusste, wer sie wirklich war, würde sie es in Schande wieder verlassen. Aber sie würde sich Mathur nicht nehmen lassen.
      Sachte trieb sie Mathur mit leichtem Schenkeldruck voran und begann so den Weg ins Tal und ins Lager. Sie verließ sich darauf, das die beiden Frauen ihr nun folgten. Immerhin war sie in dieser Gruppe der "Mann" und meist war es so, das die Frauen doch dem Mann folgten. Gut, wie sich das in Sahiras Fall verhielt, da sie ja den Reitern angehörte, wusste Chamaat nicht.
      Je weiter sie zum Lager vordrang, um so stärker schlug ihr Herz. Mathur trat zwischen den ersten Zelten durch. Chamaats Blick ruhte auf dem Zelt, das ihrem Wissen nach Bahir gehörte - um dann abgelenkt zu werden. Die Wüstenreiter waren auf die "Besucher" aufmerksam geworden und kamen heran, um zu schauen, wer das Lager betrat. Sie hörte das ein oder andere Raunen, als einige Mathur und sie oder besser "ihn" erkannten. Das Raunen ging weiter wegen der Begleitung die bei Sahira ritt. Und dann begegnete sie erneut dem Blick der blauen Augen, die sie so fürchtete und liebte. Indils Blick hing an ihr und schien sich förmlich festzusaugen. Sie zwang sich, ihren Blick von ihm loszureissen und wieder auf das Zelt Bahirs zu sehen, der sicherlich bald wegen des einsetzenden Gemurmels herauskommen würde.
    • Endlich schienen sie angekommen zu sein. Djamilas Blick haftete sich an Nebaare. Sie konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er etwas nervös wirkte. Aber warum denn? War das hier nicht sein Volk? War er hier nicht zu Hause? Oder gab es mitunter etwas, das ihm die Freude, nach Hause zu kommen verwehrte?

      Und dann wurde auch Djamila selbst nervös. Denn Nebaare ritt weiter. Geradewegs in das Lager hinein und sie folgte ihm. Während Farah ihre ersten Schritte in das Lager setzte, hatten Djamilas Augen noch aufmerksam drein geblickt. Doch diese Menschen machten sie noch mehr nervös. Es wurde getuschelt. Manche wirkten aufgeregt, andere zeigten mit dem Finger auf sie. War sie hier etwa nicht willkommen? Aber warum hatten ihre Begleiter sie dann hier her gebracht? Djamilas Herz schlug höher, während sie mit fragendem Blick versuchte, Sahiras Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.
    • Sahira sah sich ebenfalls um während sie ins Lager ritten. Ihre Mutter konnte sie nicht entdecken. Wahrscheinlich die einzige gute Nachricht an diesem Tag.
      Sie spürte den Blick von Djamila auf sich und machte mit der Hand unauffällig ein paar Mal eine Abwärtsbewegung.
      "Die Herausforderung kommt noch," sagte sie leise. Vor dem Zelt von Bahir stieg sie ab und zeigte Djamila an ihrem Beispiel zu folgen. Sie hoffte, dass sie nicht all ihr Ansehen verlieren würde und war froh, dass Nebaare auch dabei war und ebenfalls die Konsequenzen ihrer Entscheidung tragen musste.
    • Auch Nebaare stieg ab, um Mathur dann sachte zu tätscheln und seine Zügel über den Kopf herab zu ziehen. Sie hielt sie nur locker in der Hand. Obwohl der Hengst anfangs noch aufgeregt gewirkt hatte, schnaubte er nun tief und zufrieden und senkte den Kopf, um ein paar spärliche Grasbüschel zu seinen Füßen anzuknabbern.

      Sie selbst wandte den Blick, zu den tuschelnden Bewohnern, dann zu Djamila und Sahira, deren letzte Worte an die "Fremde" sie durchaus gehört hatte. "Sie hat Recht." meinte sie leise, ehe sie sich erneut in Richtung von Bahirs Zelt wandte. Natürlich war sie nervös. "Mal sehen, was auf uns zukommt. Ich war auch eine Weile fern der Heimat." fügte sie - in Djamilas Augen natürlich "er", hinzu.

      Das Getuschel wurde leiser, ebbte aber nicht komplett ab. Chamaat versuchte, nicht zu sehr nachzudenken, was nun folgen würde oder welche Folgen Bahir für das Herbringen einer Fremden festlegen würde. Und nach wie vor wusste sie ja nicht, wie Bahir auf ihre eigene Heimkehr reagieren würde. Oder ob und was er wusste.
    • Nach einigem Zögern war auch Djamila schließlich abgestiegen und hielt die Zügel Farahs etwas unsicher in der Hand.

      Ganz im Gegensatz zu ihrer Reiterin schien die Stute keineswegs nervös zu wirken. im Gegenteil. Sie schnaubte entspannt und wirkte fast, als würde sie sich wohl fühlen. Als wäre sie zu Hause angekommen. Djamila wusste ja nicht, dass Farah ein Pferd aus der Wüsenreiter-Zucht war. Geschweige denn wusste sie, dass sie sich in diesem Augenblick auf dem Gebiet besagten Volkes befand.

      Sie wusste nur Eines: Sie fühlte sich keineswegs willkommen. Doch Nebaare schien es ähnlich zu ergehen. Zwar wusste er wohl, wo er sich hier befand allerdings schien er sich nicht sicher, ob er auch tatsächlich mit offenen Armen empfangen würde.

      Die Reaktionen der Menschen hier halfen Djamila nicht, einen Eindruck zu bekommen. So wandte sie sich lieber wieder Sahira zu. "Ist das das Zelt des Anführers?", erkundigte sie sich flüsternd, während sie mit dem Kopf in Richtung des Zeltes nickte, vor dem sie abgestiegen waren.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.
    • Sahira hatte konzentriert den Zelteingang angestarrt. Sie machte zwei Schritte auf der Stelle. Wandte sich erneut zu Djamila.
      "Ja. Das ist das Zelt unseres "Anführers" und er entscheidet, was mit euch geschehen soll. Und auch er wird nicht begeistert seine eine Fremde im Lager zu begrüßen. Aber da euer Vater ein Wüstenreiter war..." antwortete sie kühl und zuckte abschließend mit den Schultern.
      Sie sah zu Neebare und wartete auf ein Zeichen, dass er ooder sie bereit war.
    • Langsam sickerten Sahiras Worte in ihren Verstand. Was hatte sie da gesagt? Ihr Vater war ein Wüstenreiter? Mit großen Augen starrte sie die Andere an. "Mein Vater war ein Wüstenreiter? Wollt Ihr damit sagen, dass ...". Mitten im Satz hielt sie inne und sah sich um. Diese ganzen Menschen um sie herum, deren Blicke auf ihr ruhten. Befand sie sich etwa in Mitten dieses gefürchteten Volkes? Rasch senkte Djamila ihren Blick und überlegte, ob es nicht vielleicht doch klüger wäre, reißaus zu nehmen.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.

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    • Sie sah zwischen den beiden Frauen hin und her, nachdem Sahira kundgetan hatte, wo genau sie sich befanden. Djamila schien sich unwohl zu fühlen und senkte den Blick. Chamaat legte den Kopf schräg und betrachtete Djamila genau, ehe sie leise sagte: "Denkt nicht daran. Ihr würdet nicht weit kommen, ehe euch jemand von eurem Pferd holen würde.. und dann würde eure Ankunft hier noch unangenehmer werden."

      Hiernach wandte sie den Blick Sahira zu und musterte diese eindringlich. Woher wusste sie, das Djamilas Vater ein Wüstenreiter gewesen war? Offenbar hatte sie irgend etwas wieder erkannt. Bahir war noch nicht aus dem Zelt heraus gekommen, doch dies war lediglich eine Frage der Zeit - möglicherweise war er gerade auch selbst unterwegs, wer wusste das schon.
    • ((ich schreib mich mal ganz frech mit rein =))

      Während die drei Neuankömmlinge im Lager beobachtet, begrüßt oder ignoriert wurden begann der Wind aufzufrischen. Es schien als ob die Wüste ihrem Ruf als wilde Bestie wieder einmal gerecht werden würde. Mehr und mehr frischte der Wind auf, trieb winzige Staubteufel über den Boden und lies die Tiere scheu die Nüstern blähen. Dann kam der Ruf der Wachposten, mit der untergehenden Sonne schien sich ein Reiter auf einem Kamel zu nähern. Jenes Tier, ein Monster selbst unter seinesgleichen schaukelte gemütlich durch den Sand während auf seinem Rücken eine in schwarzen Stoff gehüllte Gestalt saß. Der Turban war eng gewickelt und sogar ein schlankes durchsichtiges Tuch war vor die Augen gezogen so dass man nichts als schwarzen Stoff sehen konnte. Das riesige Tier schaukelte hingegen gemütlich dahin ehe es seinen Reiter vorwurfsvoll an Blökte und den Kopf nach hinten schnellen lies wie um nach ihm zu beißen. Doch gerade als es zuschnappen wollte hob der Reiter seinen Fuß etwas an und trat liebevoll nach ihm. „ Na Na Sam’ra ich bin wach, kein Grund zu schnappen meine liebe.“ Raunte er während seine müden Augen sich öffneten und wie von Geisterhand der Sturm anfing sich zu legen, bis nur noch ein leichtes Lüftchen um die Beine des Kamels mit den schwarzen Augen und den Wimpern so lang das manche Frau neidisch wäre strich.
      „Wo hast du mich denn hingetragen meine schöne? Ein Lager?“ Stellte er fest während er sich umsah und wohl den ersten Wachen entgegen blickte.
      What would I be, if God wanted me to be somthing different?
      I would be whatever God saw fit to make me
      I would be a crow picking at the bones of the dead.
      I would be a worm nesteld in the heart of my enemies.
      I would be a faceless angel.
      I would be a rabid wolf
      I would be a broken mirror.
      But make no mistake
      Whatever God sees fit for me, one thing will never change:
      I allways be a monster.





    • Die Worte Nebaares überzeugten Djamila sehr schnell davon, von ihrer eigentlichen Überlegung abzusehen. Jedoch wunderte sie sich. Waren ihre Gedanken so leicht nachzuvollziehen?

      Doch viel Gelegenheit, lange darüber nachzudenken, bot sich der jungen Marabeshitin keineswegs denn nur wenige Augenblicke später erklang der Ruf eines Wachpostens und Djamilas dunkle Augen suchten die Richtung ab, in welche er zeigte. Durch die untergehende sonne flimmerte ihnen eine Gestalt entgegen. Nein. Zwei. Ein Reiter auf einem Kamel so wie es schien. Ein weiterer Wüstenreiter? Der Anführer selbst etwa? Farah schnaubte und tänzelte nervös im aufkommenden Sturm, während sich Djamila ein Tuch vors Gesicht hielt und zu husten begann. Die Wüste war in der Tat sehr unberechenbar und sie fragte sich, wie diese Leute hier ihr ganzes Leben verbringen konnten.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.
    • Sahira sah sich ebenfalls um und seufzte. Noch jemand kam. Ein Kamel....die Wüstenreiter ritten auf Pferden. Ein Fremder oder jemand anderes aus dem Lager auf Kamel.
      Sie überlegte kurz, ob sie noch auf den Neuankömmling warten sollte, bevor sie ins Zelt treten würde.
      Und auf einmal lief ihr ein Schauer über den Rücken. Wenn der Fremde nun der Mann oder einer seiner Häscher von Djamila war?
      "Kennt ihr den Reiter?" fragte sie die andere.
    • Sahiras Frage hallte in Djamilas Gedächtnis wider. Die junge Marabeshitin zuckte leicht zusammen, als ihr klar wurde, dass Said gewiss ein paar seiner Leute auf die Suche geschickt hatte. Hatten sie sie nun etwa gefunden? Sie versuchte, die aufkommende Panik in ihrer Bauchgegend zu unterdrücken. Ihre Hände krampften sich nervös um Farahs Zügel, während sie den Neuankömmling immer näher und näher kommen sah. Am liebsten hättte sie spätestens in diesem Augenblick Reißaus genommen doch die Worte, die Nebaare kurz zuvor an sie gerichtet hatte, ließen sie neben ihrer Stute stehen bleiben.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.
    • Das Wüstenschiff das auf den Namen Samira hörte, aber stets mit einem anderen Namen von ihrem Herren bedacht wurde blökte noch einmal entrüstet als sich ihm Männer näherten und versuchten herauszufinden wer der Reiter war der da auf ihrem Rücken saß. Der Druck des Fußes ihres Herren jedoch hielt sie davon ab wild zu beißen und zu spucken und so ging sie langsam in die Knie damit der schwarz gewandete Zair von seinem Sattel rutschen konnte und sich umschauen während die Wachen ihn wohl Einzukreisen versuchten.
      "Friede sei mit euch, ich erbitte Gastfreundschaft in diesem Lager" erklang dann die Stimme des Mannes aus den Tiefen der Tücher die seinen Kopf umhüllten ehe er ganz langsam erst den Augenschutz entfernte und zwei schwarze Augen zum vorschein kommen ließ, welche die Umgebung mit einer Mischung aus Arroganz und Neugier zu mustern schienen. Dann erst wurde der Rest des Tuchs vor dem Gesicht entfernt und die weißen Male die sein Gesicht einrahmten preis gegeben. Es waren viele die den mitt Dreißiger überzogen. Entweder waren es alles Male des Kampfes oder er liebte es einfach wie ein Dämon auszusehen, selbst unter den Zair.
      What would I be, if God wanted me to be somthing different?
      I would be whatever God saw fit to make me
      I would be a crow picking at the bones of the dead.
      I would be a worm nesteld in the heart of my enemies.
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      I would be a rabid wolf
      I would be a broken mirror.
      But make no mistake
      Whatever God sees fit for me, one thing will never change:
      I allways be a monster.





    • Die Menge der Umstehenden teilte sich plötzlich, um einen hochgewachsenen Mann hindurch zu lassen. Akif, einer der ältesten Wüstenreiter und Bahirs engster Vertrauter näherte sich nun der kleinen Gruppe. Sein fragender Blick ruhte auf Sahira. "Möchtest Du uns nicht wenigstens vorstellen, wen Du mit gebracht hast?", erkundigte er sich bar jeder Freundlichkeit. Doch wenn schon ein Wüstenreiter eine fremde Person ins Lager brachte, war es wohl das Mindeste deren Namen zu erfahren.

      Nebaare bedachte der Wüstenreiter nur mit einem kurzen Blick. "Willkommen zurück" war alles, was er für den jungen Burschen übrig hatte und dem Klang seiner Stimme war nicht zu entnehmen, ob er die unerwartete Heimkehr Nebaares wirklich gut hieß.

      Mit wenigen Schritten stand Akif schließlich vor Fara und begutachtete die Stute eingehend. "Ein Pferd aus unserer Zucht", stellte er mit einem Kopfnicken fest. "Woher hast Du es?"

      Sein strenger Blick machte Djamila nervös. Sie musste sich mehrmals räuspern, bevor sie zu einer Antwort ansetzen konnte. "Ich ... Mein Vater hat sie mir geschenkt. Farid bin Massaad", erklärte sie und beobachtete den Wüstenreiter genau. Dieser setzte einen strengen Ausdruck auf, als er den Namen vernahm. Mit einer Handbewegung deutete er Djamila an, ihm zu folgen. "Indil! Du versorgst die Stute", wies er kurz darauf an und trat zu einem Feuer, vor dem er sich gemütlich nieder ließ und nach der Pfeife griff, welche neben ihm im Sand lag. Ganz offensichtlich war dies auch der Platz gewesen an dem er gesessen hatte, bevor der unerwartete Besuch das Lager erreicht hatte.

      Während dessen widmeten die Wachen ihre ganze Aufmerksamkeit auf den Mann auf dem Kamel, der zwar fast zur gleichen zeit wie die drei anderen angekommen war doch nicht zu ihnen zu gehören schien. "Ihr kommt mit uns", wiesen sie streng an. Sie würden ihn gut beobachten bis ihr Anführer sich ihm annehmen würde. So lange war er ihr unwillkommener Gast.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
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    • Sahira zeigte Djamila an, sich ebenfalls ans Feuer zu setzen. "Folgen wir ihm." Sie setzte sich ebenfalls an das Feuer.
      "Das ist Djamila. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Mann alleine durch die Wüste geritten, um ihren Vater zu finden. Wir wollten sie eigentlich nur durch die Wüste begleiten bis wir erfahren haben, wer ihr Vater ist. Der Name sagte dir etwas?" sie beobachtete genau sein Gesicht.
      Sie war angespannt.
    • Natürlich war er ein unwillkommener Gast, mit etwas anderem hatte er nicht gerechnet und doch lächelte er die Männer an, verzog dadurch das Gesicht etwas, so das es fast etwas Dämonisches hatte wie er sie anblickte während er seine Hände betont locker vor sich hielt so das sie nicht in der Nähe der beiden Säbel an seiner Seite waren. Er wollte nicht noch mehr Bedrohung austrahlen als er es eh tat. Seine dunklen Augen wanderten über jeden den er sehen konnte und so schienen die dunklen Höllentore die zu seiner Seele führten sich auch auf die kleine Gruppe von Männern und Frauen am Feuer zu legen und jeden dort eingehend zu mustern bevor er etwas abseits einen Platz zugewiesen bekam wo er sich niederlassen konte, ein Feuer mit Kameldung anzünden und etwas essen wenn er wollte.
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    • Chamaat - oder eben in den Augen der andern Nebaare - wartete noch kurz, ehe "er" sich dann auch dem Platz näherte, an dem seine Begleiter sich befanden.
      Mathur blieb einfach dort stehen, wo sie ihn losgelassen hatte. Sie wusste nicht, was sie von Akifs kurz angebundener Art halten sollte. Bedeutete das nun etwas Gutes oder etwas schlechtes?
      Im Augenwinkel sah sie, wie Indil die Züge der Pferde ihrer Begleiterinnen ergriff und dann auch Mathurs. Erneut begegnete sie seinem Blick und wieder kribbelte es in ihrem Inneren, als ihre Blicke wie gebannt aneinander hingen.
      Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, und doch waren es nur wenige Sekunden, ehe sie sich zwang ihren Blick von ihm loszureissen und dann Platz zu nehmen. Sie hörte noch, das Indil irgend etwas leise zu Mathur sagte und ihr Hengst daraufhin leise schnaubte. Ein Funke Eifersucht regte sich kurz in ihrem Herzen, denn Mathur gehörte nur ihr.. doch er legte sich rasch wieder. Indil würde ihr niemals ihr Pferd nehmen.
      Schweigend setzte sie sich und wartete ab, was nun geschehen würde.. für die anderen Wüstenreiter ausser Sahira das, was sie schon immer gewesen war - ein schmächtiger junger Mann mit dem Namen Nebaare.
    • Djamila tat, was Sahira ihr geraten hatte und folgte dem Mann bis zum Feuer. Dort nahm sie neben Sahira Platz und hörte zu, was gesprochen wurde.

      Auf Sahiras Frage hin nickte Akif. "Allerdings sagt mir der Name etwas. Wie könnte er auch nicht? Farid war ein guter Mann. Viel zu früh hat er uns verlassen". Er griff nach seiner Pfeife und sog genüsslich den Rauch ein, während er den Fremden beobachtete, der sich an einem Platz etwas abseits nieder ließ.

      "Nebaare", sprach er den Namen des jungen Mannes aus. "Welcher Wind hat Dich nach Hause zurück geweht?" Während Akif seine Frage stellte, war sein Blick weiterhin auf den Kamelreiter gerichtet.
      Wenn die Hoffnung nicht wäre,
      dann würde das Leben aufhören.
    • Der Zair welcher hier so mistrauisch beäugt wurde lächelte jeden an der ihn zu beobachten schien, eine einfache Geste, die man fast für Freundlichkeit hätte halten können, wenn sein Lächeln nicht etwas fremdartiges gehabt hätte. Die feinen weißen Linien die wie ein Spinnennetz über seine dunkle Wettergegerbte Haut liefen verzogen sich, gaben ihm noch mehr tiefe und ließen etwas dämonisch dunkles über sein Gesicht huschen wenn das Feuer etwas flackerte. Ohne Hast schien der Fremde sein Feuer zum Laufen zu bringen ehe er einen Kessel mit Wasser aus seinem Schlauch füllte und auf das Feuer stellte, aus den Tiefen seiner Satteltaschen eine Wasserpfeife aus Ton hervor zog und sich dann gegen sein Kamel lehnte welches ein seltsames zustimmendes Brummen von sich gab.

      Gesprochen hatte der Fremde kein Wort mehr seit er um Gastfreundschaft gebeten hatte, aber seine Augen schienen alles in dem Lager aufzusaugen wie ein Schwamm
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